Gerade im Offenburger Tageblatt von Weihnachten 2007 gefunden, ein
Artikel von Winfried Heck in der winzigen Spalte "Karlsruher Notizen":
Als Weltenbummler Luigi Colani sich 2002 im Karlsruher Stadtteil Neureut
niederließ, sorgte dies für einige Schlagzeilen, doch richtig heimisch
geworden ist er in der Fächerstadt bis heute nicht. Was nicht allein am
Meister der runden Formen und Freund des scharfen Wortes liegt, denn
die Stadt Karlsruhe hat den großen Designer nie richtig hofiert.
Zumindest nicht so, wie es einem Colani laut Colani gebühren würde. Statt mit
dem weltweit bekannten Namen Werbung zu machen, wurde ihm gerade mal
gestattet, die leerstehende und renovierungsbedürftige Nacyhalle am Rand des
Stadtgartens für eine Ausstellung seines Lebenswerk (in Ausschnitten) zu
verwenden. Vorübergehend, denn eigentlich sollte die Ausstellung auf die Zeit
von Mai 2004 bis Ende September 2005 begrenzt bleiben. Ein zwischenzeitlich
gegründeter Fanclub, auch Freundeskreis genannt, wollte zwar die Ausstellung
zum dauerhaften Angebot machen, doch die Stadt zog nie richtig mit. Letztlich
wurde gestattet, die Räume bis Ende dieses Jahres zu nutzen.
Doch nun muss Schluss sein, Colani flatterte die Androhung einer
Zwangsräumung ins Haus. Und jetzt ist er natürlich sauer. Ihn, den
großen Colani, wirft man nicht raus. Fortan, so hat er angekündigt, wird
hinter dem Namen "Colani Design" künftig nicht mehr "Karlsruhe" stehen wird
(sic), sondern "Deutschland". Irgendwie typisch für die Stadt, die so gerne
Chancen auslässt. Mit Colani hätte sie nun wirklich Werbung machen können,
denn schließlich sind seine Design-Ideen der Inbegriff futuristischer
Formengebung. Wie gemacht für etwas, das sich gerne mit dem Titel
Technologieregion schmückt.
Nun ist das OT nicht gerade für qualitativ hochwertige Berichterstattung
bekannt, aber gut. Auch ist die persönliche Meinung des Autors auch
nur schlecht abgegrenzt, aber mal ehrlich: Karlsruhe vergibt schon manche
Dinge. Zwar kenne ich Colani und sein egozentrisches Getue nur vom
Hörensagen, aber hat Karlsruhe nicht auch schon den LinuxTag vergrault,
weil sie mehr Miete fürs Kongresszentrum haben wollte? Doof das.